Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Aktuelles

NachrichtenMehr Nachrichten »

Charlotte Knobloch zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZs Auschwitz: „Der Auftrag aus der Hölle der Unmenschlichkeit: Nie wieder!“

Sind Christ und Jude eher Christ und Jude
als Mensch?
Gotthold Ephraim Lessing, Nathan  der Weise

München, 27.01.2015.  Mit folgenden Worten gedenkt Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, am 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentratiosnlagers Auschwitz der Opfer des nationalsozialistischen Terrors:

“Mit tiefer Trauer gedenken wir der Opfer des unvergleichlichen und unbegreiflichen Verbrechens von Auschwitz und des nationalsozialistischen Terrors, für den es zum Synonym wurde. Zugleich bekräftigt die Erinnerung an die Ermordeten und Gequälten die Botschaft und den Auftrag, die uns aus dieser Hölle der Unmenschlichkeit erwachsen sind: Nie wieder!

Unser Gedenken fällt in eine Zeit, in der sich die Juden in Europa erneut an Leib und Leben bedroht fühlen – aus einem einzigen Grund: weil sie Juden sind. Heute ist es unverhohlener und brutaler Antisemitismus, der uns nicht mehr nur von Rechtsextremen, sondern verstärkt von Islamisten entgegenschlägt.

Die Antwort der demokratischen Gesellschaften auf diesen islamistischen Terror kann nur lauten: Nie wieder!
Nie wieder wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der Menschen einander nicht als Menschen achten und in der Menschen der Vernichtung preisgegeben werden, nur weil sie einer bestimmten Gemeinschaft oder Religion angehören.

Wir rufen daher Politik und Zivilgesellschaft auf, sich für unsere Demokratie und unsere gemeinsamen freiheitlichen Werte einzusetzen und gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufzustehen  – damit wir in Europa als Menschen mit Menschen in Würde und Respekt zusammenleben können.”

Charlotte Knobloch: “Hamas muss auf der Terrorliste bleiben.”

München, 20.01.2015. Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, begrüßt den Einspruch der EU gegen die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, die Hamas wegen Verfahrensfehlern von der Liste der Terrororganisationen zu streichen.

Charlotte Knobloch: „Die Hamas ist eine terroristische Organisation. Ihre Ziele sind die Zerstörung des Staates Israel und die Vernichtung der Menschen in Israel. Gerade nach den jüngsten islamistischen und antisemitischen Terrorakten in Europa wäre es ein fatales Signal, wenn die Hamas von der Terrorliste der EU gestrichen würde. Die Verantwortlichen müssen daher alle rechtlichen Schritte unternehmen, um dies zu verhindern.“ Weiterlesen »

Charlotte Knobloch: „Brutaler Ausbruch offenen Hasses bedroht unsere freiheitlichen Werte.“

München, 07.01.2015. Entsetzen hat bei Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, der blutige Anschlag auf die Redaktion des  französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ ausgelöst, welches bereits 2011 wegen des Abdrucks von Mohammed-Karikaturen Ziel eines Brandanschlags geworden war.

Charlotte Knobloch: „Wir trauern mit unseren französischen Nachbarn um die Opfer dieses feigen und kaltblütigen Anschlags. Er ist ein Angriff auf die Pressefreiheit und damit auf die demokratische Zivilgesellschaft und ihre freiheitlichen Werte. Als Demokratin und Europäerin, aber auch als Jüdin sehe ich diesen brutalen Ausbruch offenen Hasses mit großer Besorgnis. Jetzt gilt es, dass wir in Europa gegen die massive Bedrohung unserer Werte zusammenstehen.“

Charlotte Knobloch: „Nie wieder! Dafür sind wir alle verantwortlich“

München, 07.01.2015.  „Nie wieder! Dafür sind wir alle verantwortlich – das sollten wir uns gerade im Gedenkjahr 2015 bewusst machen“, betont Dr. Charlotte Knobloch zum Jahresauftakt. Angesichts der jüngsten antisemitischen Übergriffe in Deutschland einerseits sowie der in diesem Jahr bevorstehenden Gedenktage zum Ende des Nazi-Regimes 1945 und zu der in Folge des Bayerischen Judenediktes von 1813 erfolgten Gründung der Münchner Gemeinde 1815 andrerseits fordert die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) ein entschiedenes Vorgehen gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit: „70 Jahre nach dem Ende des mörderischen Nazi-Terrors bleibt die Verantwortung für eine friedliche, aber wehrhafte Zivilgesellschaft die Aufgabe von allen Menschen in unserem Land,“ so Knobloch. Maßstab sei Artikel eins des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“: „Dieser Artikel gilt für uns alle, unabhängig von Herkunft, Religion und Staatsangehörigkeit. Aber er verpflichtet auch jeden einzelnen zum respektvollen und friedlichen Umgang mit seinen Mitbürgern.“

Das Jahr 2015 steht in der IKG München und Oberbayern auch im Zeichen des 200-jährigen Bestehens der jüdischen Gemeinde München und ihrer Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg am 19. Juli 1945. Charlotte Knobloch: „Wir laden schon jetzt die Münchnerinnen und Münchner ein, im Sommer mit uns zu feiern.“ Beide Jubiläen werden auch Anlass geben, über den beeindruckenden Beitrag der jüdischen Gemeinde zur Stadtgeschichte zu informieren – und damit aufzuklären. Denn, so Knobloch: „Aufklärung und Bildung – das sind immer noch die besten Waffen gegen Antisemitismus.“

Alle Beiträge der Kategorie Nachrichten ansehen »

KulturMehr Kultur »

Jüdische Filmtage 2015: Das Programm

Am 14. Januar 2015 beginnen sie wieder: Die Jüdischen Filmtage. Bis zum 8. Februar 2015 präsentieren sie  eine Reihe herausragender Spiel- und Dokumentarfilme, darunter “The Green Prince” von Nadav Schirman, “Der Letzte der Ungerechten von Claude Lanzmann und “Auf das Leben” mit Hannelore Elsner. Außerdem im Programm: Ein Gespräch mit Doris Dörrie über “Film und die Welt” und die Ausstellung “1/24 Moments of Film” mit Porträtzeichnungen von Manya Gutman. Lesen Sie hier das Programm der Jüdischen Filmtage 2015 mit allen Informationen zu den Filmen und Terminen.

Alle Beiträge der Kategorie Kultur ansehen »

ReligionMehr Religion »

Lernen über das Judentum: LILMOD, das einzigartige deutschsprachige Projekt ist online

Das erste “Online-College” für jüdisches Lernen namens “LILMOD” basiert auf einer Video-Konferenz-Technologie und ermöglicht, sich jeweils für das Sommer- oder Wintersemester KOSTENLOS anzumelden und bequem, von zuhause aus abends an spannenden Kursen rund um alle jüdischen Themen teilzunehmen. Ein funktionierenden Computer und ein Mikrofon reichen aus, um im interaktiven Dialog mit den Dozenten und den Teilnehmern Wissen zu erwerben und seinen Horizont zu erweitern. Weiterlesen »

Alle Beiträge der Kategorie Religion ansehen »

JugendMehr Jugend »

Kabbalat Schabbat der Jugend am 13. Februar

Das Jugendzentrum Neshama lädt am 13. Februar 2015 herzlich ein zum

Kabbalat Schabbat der Jugend mit anschließendem Kiddush und Schabbat-Diner

Treffpunkt ist um 17:00 Uhr in der Ohel-Jakob-Synagoge am Jakobsplatz.
Bitte meldet Euch über die Homepage des Jugendzentrums an.

Kabbalat Schabbat der Jugend

Alle Beiträge der Kategorie Jugend ansehen »

VermischtesMehr Vermischtes »

“Ich träume in fünf Sprachen”

Ein Porträt Über Shimrit Schreiber. Sie ist Übersetzerin und Dolmetscherin für Hebräisch in München. Von Katrin Diehl, erschienen in der Jüdischen Allgemeinen, 30.11.2014.  Weiterlesen »

Alle Beiträge der Kategorie Vermischtes ansehen »

VeranstaltungenÜberblick »

Aktuelle Veranstaltungen


So. 01.02.2015 – Do. 01.1.2015 | 12. Schwat 5775

Veranstaltungen

Jüdische Filmtage: “Für die Ewigkeit – Der Alte Jüdische Friedhof in München”

Beginn 17:00 Uhr:

Hier finden Sie alle Informationen über den Dokumentarfilm “Für die Ewigkeit – Der Alte Jüdische Friedhof München”.

So. 08.02.2015 | 19. Schwat 5775

Veranstaltungen

Jüdische Filmtage: “Tufelki” (Schuhe)

Beginn 17:00 Uhr:

Hier finden Sie alle Informationen zu “Tufelki” (Schuhe), dem Filmdrama ohne Worte von Constantin Fam, und dem anschließenden Gespräch mit dem Filmemacher und dem Historiker Dr.  Jürgen Zarusky.

Fr. 13.02.2015 – So. 01.02.2015 | 24. Schwat 5775

Veranstaltungen

Kabbalat Schabbat der Jugend

Beginn 17:00 Uhr:

Kabbalat Schabbat der Jugend mit anschließendem Kiddush und Schabbat-Diner im Jugendzentrum

Alle Veranstaltungen »

Israelitische Kultusgemeinde
Kontakt
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: info@ikg-m.de