Seit mehr als vierzig Jahren hat München eine Jüdische Schule. Bis zum Sommer 2007 lag diese in einer denkmalgeschützten Villa an der Möhlstraße.
Pünktlich zu Beginn des Schuljahres im September 2007 haben wir im Herzen der Stadt unsere neue Schule eröffnet.
Die Sinai Schule am St.-Jakobs-Platz ist eine
- staatlich anerkannte Grundschule
- jüdische Konfessionsschule
- Ganztagesschule.
Das bedeutet:
- Wie an allen anderen staatlichen Schulen wird der bayerische Lehrplan eingehalten.
- Unsere Lehrer sind verbeamtet und unterstehen dem Staatlichen Schulamt.
- Der Unterricht dauert von Montag bis Donnerstag von
8:00 Uhr bis 15:30 Uhr;
am Freitag endet die Schule um 13.00 Uhr.
- Die Kinder erhalten täglich (ausgenommen ist der Freitag) ein warmes Mittagessen.
- Wir bieten außerdem einen kostenpflichtigen Busservice an (Wohnort – Schule, hin und/oder zurück).
Die Besonderheiten der Sinai Schule
- Vom Schuljahr 2009/10 an wird ab Klasse 1 Hebräisch an vier Wochentagen und ab
Klasse 1 Englischunterricht mit 2 Wochenstunden erteilt.
- Ab der 2. Klasse lernen die Kinder mit dem Computer umzugehen.
Ebenfalls ab Klasse 2 werden sie im Literaturunterricht zum Lesen motiviert.
Der Literaturunterricht konfrontiert die Schüler mit Inhalten aus der Weltgeschichte; sie lernen ihre eigene Kultur kennen, und sie erfahren manches über fremde Kulturen.
Unser Ziel ist, jedes Kind zu einem Menschen zu erziehen, der eine eigene Identität besitzt, jedoch anderen Religionsgemeinschaften und anderen Kulturen tolerant, aufgeschlossen und weltoffen begegnet.
- Im Fach Jüdische Religion lernen die Kinder die jüdischen Fest- und Feiertage kennen, aber auch das Alte Testament und die Zehn Gebote, die Wiege der christlich-jüdischen Kultur des Abendlandes.
So werden sie an das christlich-jüdisches Wertesystem herangeführt.
Unser Lehrplan vermittelt ab Klasse 1 neben der hebräischen Sprache ein profundes Wissen in den Bräuchendes Judentums..
- Der Unterricht findet in großen modernen Räumen statt.
- Wir haben kleine Klassen mit deutlich weniger Schülern als an staatlichen Schulen.
- Die Schule verfügt über
- einen Werkraum,
- einen Computerraum,
- einen Musikraum und
- diverse Förderräume.
- Mensa für 100 Kinder (wir essen in 2 Schichten)
- Im Tiefgeschoss befindet sich eine große Turnhalle mit umfassender Ausstattung.
Gemäß der Tradition an jüdischen Schulenvor dem Krieg, sind wir bestrebt, nichtjüdische Kinder aufzunehmen; und wir freuen uns über jeden Schüler, der in die Sinai-Ganztages-Schule kommt.
Durch nichtjüdische Lehrer und Kinder an einer jüdischen Schule entsteht Normalität: Mitmenschen und Mitschüler unterschiedlicher Konfessionen und Herkunftsländer lernen einander zu verstehen, zu respektieren und Toleranz auszuüben.
Hausaufgaben
In integrierten Hausaufgabenstunden – "Betreutes Arbeiten" – werden die schriftlichen Hausaufgaben in der Schule erledigt.
Vier zusätzliche Förderlehrerinnen unterstützen die Klassenlehrerinnen bei dieser Aufgabe und helfen gezielt Kindern, die Lernprobleme haben.
Am Freitag gibt es kein „betreutes Arbeiten“; Hausaufgaben müssen auch am Wochenende erledigt werden.
Die Lehrer sind angehalten, alle Hefte der Kinder am Freitag mit nach Hause zu geben, damit die Eltern diese einsehen und unterschreiben. So können sie sich über die Fortschritte ihres Kindes informieren.
Exkursionen und Unterrichtsgänge
Die Schüler und Schülerinnen verlassen regelmäßig das Schulgebäude und fahren
- in Ausstellungen,
- in Museen,
- in Workshops im Pädagogischen Zentrum,
- ins Salzbergwerk,
- ins Eisstadion, Legoland oder Märchenwald.
Ziele der Sinai-Schule
Die Sinai-Schule stellt das Kind in den Mittelpunkt.
- Lernstarke und lernschwache Kinder werden sprachlich und fachlich optimal gefördert.
- Individuelle Fähigkeiten und individuelles Interesse werden in Neigungsgruppen geweckt, unterstützt und ausgebaut.
- Der Unterricht ist zum größten Teil „rhythmisiert“.
Unsere Neigungsgruppen (klassenübergreifend) finden jeden
Mittwoch von 14:00 Uhr – 15:30 Uhr statt.
- Schulspiel (Theater)
- Rhythmik (Tanz und Bewegung)
- Naturwissenschaftliche Experimente
- Schülerzeitung
- Ballsport
- Kunst
- Musik (Orffgruppe)
Neu seit Schuljahr 2008/2009
- Jüdische Neigungsgruppen am Dienstag
für die Klassen 3 und 4 - Klassen 1 und 2 haben am Jüdischen Nachmittag Sport bzw. betreutes Arbeiten und Bewegungsspiele
- Hebräisch – Kurs für Anfänger u. Seiteneinsteiger
- Hebräisch – Kurs für Muttersprachler
- Hebräisch – Kurs für Fortgeschrittene
- Biblische Geschichte
- Religionskunde
- Talmud Thora
Die Wahl der Neigungsgruppe findet zweimal im Jahr statt.
Die Kinder entscheiden sich bei Schulanfang für eine Gruppe und können erst zum Halbjahr wechseln. Die gewählte Neigungsgruppe ist dann verpflichtend!
Neu ab Schuljahr 2009/2010:
- für die Klassen 3 und 4 findet Schwimmunterricht statt.
Betreuung nach Schulschluss
Von Montag bis Donnerstag gibt es eine pädagogische Betreuung von15:30 Uhr – 17:00 Uhr.
Wir bieten an:
- Capoueira, Kreativwerkstatt, Lesespiele
- Yoga, Bewegungsspiele, Fußball
- Musikgruppen, Brettspiele, freies Spiel
Die Sinai Ganztages-Grundschule soll letztendlich beides sein: Ein Ort des Lernens und der menschlichen Begegnung.
Die Sinai Ganztages-Grundschule will die Kinder zur Selbständigkeit, Verantwortung und zu eigener Leistungsbereitschaft erziehen.
Wir haben ein hohes Anspruchsniveau, möchten aber gleichzeitig die Freude am Lernen wecken, intensivieren und erhalten. Jedes Kind soll seine individuellen Fähigkeiten herausfinden und mit unserer Hilfe weiterentwickeln.
(Nach Absprache mit dem Klassenlehrer werden leistungsschwache Schüler von Förderlehrern während oder außerhalb des normalen Unterrichts in kleinen Gruppen oder im Bedarfsfall sogar individuell betreut und unterrichtet).
Eine Beratungslehrerin (3mal wöchentlich) und ein Psychologe (1mal wöchentlich) stehen den Lehrern und Eltern zur Seite und helfen, die Kinder optimal zu fördern.
Die Schulleiterin Antonia Ungar steht Ihnen für Fragen unter Telefon (089) 202 400-418 oder Telefax (089) 202 400-417 zur Verfügung.